Hinter den Kulissen von Transformers 4 – Ära des Untergangs

Einzigartige Set-Bauten Vol. 1

 

„Wenn schon Rost, dann sollte es mit einer gewissen Haptik unterstützt werden“, erklärt Robert Krüger, Kunstmaler und Kulissenbauer. Er zeigt auf die rostigen Reißzähne des sieben Meter hohen Dinobots mit Namen Grimlock, einer Kreuzung aus Roboter und Dinosaurier, die eigens für die Europapremiere von Transformers 4 – Ära des Untergangs in Berlin gebaut wurde.

Da Journalisten, Interessierte und Kunden immer wieder fragen wie die außergewöhnlichen Bühnenbilder des Premierenorganisators Chest of Wonders Production GmbH entstehen, haben wir eine neue Artikel-Serie mit dem Namen „Einzigartige Set-Bauten“ ins Leben gerufen. Die Artikel zeigen spannende Einblicke in die Arbeiten hinter den Kulissen und sollen allen Interessierten informative Inhalte liefern.

3D-Visual der Kulisse

Auftraggeber Paramount Pictures Germany GmbH wünschte sich für die Europapremiere von Transformers 4, am 29.06.2014 im Berliner Sony Center, eine atemberaubende Kulisse zur Inszenierung der Fotowand mit riesigen Bots, vor der sich die Schauspieler Nicola Peltz, Mark Wahlberg, Li Bingbing und Jack Reynor, sowie Regisseur Michael Bay präsentieren sollten.

Fertiges Set

Am Anfang steht bekanntlich immer eine Idee, die bei uns durch die teamübergreifende Diskussion solange geschliffen wurde, bis ein einzigartiges wie auch umsetzbares Ergebnis zustande gekommen ist. Federführender in der Kreation und der 3D-Ideen-Verbildlichung war Tino Schädler, Inhaber der Agentur Optimist Design mit Sitz in Los Angeles. Für dieses Projekt zeichnete Tino mit allen zugehörigen Daten präzise die Kulisse des mit der Fotowand verschmelzenden Dinobots Grimlock mit einer realen Gesamtlänge von 18 Metern in 3D.

Nach der Abnahme der 3D-Visuals mit Bauplan durch den Auftraggeber Paramount Pictures begannen aufgrund des kurzen Zeitfensters von insgesamt nur drei Wochen sofort die Arbeiten in einer Halle des Studios Babelsberg. Das Ziel des aufwändigen Baus war die überdimensionale, surrealistische Darstellung der Filmfigur im Gesamtkonzept mit der, für Premieren wichtigen, Fotowand.

Der Aufbau des Dinobots basiert auf einer mit Stahl verstärkten Holzkonstruktion. Auf diese Konstruktion wurden die vielen einzelnen Bauteile aus Styropor aufgesetzt. Nachdem diese Konstruktion fertig war, benötigte die Skulptur ihre Farbe. Die Herausforderung bei der Bemalung lag darin, auf der Oberfläche eine echsenartige Farbgebung zu erzielen und diese dabei gleichzeitig metallen, schon fast rostig glänzen zu lassen. Nachdem die Kunstmaler ihr Werk beendet hatten, wurde die gesamte Plastik mit Polyurethan beschichtet, um eine Wetterfestigkeit zu gewährleisten.

Die Besonderheit dieses Projektes war nicht nur die knappe Zeitbemessung bis zur Fertigstellung, sondern die gewerkübergreifende Zusammenarbeit von Schlossern, Tischlern, Bildhauern, Stuckateuren, Kunststofftechnikern, Kunstmalern und den Designern.

Das Resultat konnte sich wahrlich sehen lassen. Die Enthüllung der riesigen Skulptur war der Auftakt für eine überaus gelungene Premierenveranstaltung.

 

 

 

 

 

 

 

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